Entkopplung für die Fliesenverlegung

Grundsätzlich kann man durchaus auch auf problematischen Untergründen fliesen - wenn man entsprechende Umsicht walten lässt. In vielen Fällen können allerdings dennoch später Schäden am Belag oder an den Fugen auftreten. Eine Entkoppelung ist deshalb häufig die bessere Lösung. Wann man entkoppeln sollte, wie es richtig gemacht wird, und welche Vorteile Entkoppelungsmatten darüber hinaus noch haben, lesen Sie in diesem Beitrag.



Inhaltsverzeichnis


1. Funktionsweise von Entkoppelungsmatten

2. Überbrückung von Unebenheiten im Untergrund

3. Weitere Vorteile von Entkopplungsmatten

4. Wichtig beim Einsatz von Entkopplungsmatten

5. Tipp




1. Funktionsweise von Entkoppelungsmatten

Eine Entkoppelungsmatte trennt den Fliesenspiegel komplett vom Untergrund. Bewegungen und auftretende Spannungen im Untergrund übertragen sich dabei zunächst auf die Entkopplungsmatte, die in der Regel einen Großteil der Bewegungen absorbieren kann. Somit geht nur ein kleiner Teil der Untergrundbewegungen überhaupt auf den Fliesenspiegel über. Die Gefahr des Reißens der Fugen oder der Fliesen (das kann bei ausreichend großen Untergrundspannungen durchaus passieren) ist damit weitestgehend gebannt.


2. Überbrückung von Unebenheiten im Untergrund

Grundsätzlich geht man davon aus, dass beim Fliesenlegen der Untergrund perfekt eben sein sollte. In vielen Fällen, vor allem in Altbauten, findet man aber nur sehr selten völlig perfekte Untergründe vor. Für das Verlegen von Fliesen ist das immer problematisch. Bei sehr kleinen Unebenheiten oder kaum nennenswerten Rissen im Untergrund kann man sich aber ein aufwändiges Ausgleichen des Untergrunds ersparen, und stattdessen einfach eine geeignete Entkoppelungsmatte verwenden.


Sie kann auch kleinere Unebenheiten problemlos mit überbrücken, und so die Verlegung auf nicht ganz perfekten Untergründen ohne größeres Risiko und ohne aufwändiges Ausgleichen möglich machen.


3. Weitere Vorteile von Entkopplungsmatten

Ein weiterer Vorteil ist der geringere Kleberverbrauch beim Einsatz von Entkoppelungsmatten. Diese Einsparung liegt immerhin in einem Bereich, den man bei den Gesamtkosten schon durchaus spürt, wenn eine größere Fläche gefliest wird. Die verbesserte Lastabtragung beim Einsatz von Entkopplungsmatten wirkt sich ebenfalls ganz allgemein positiv aus - und verringert gleichzeitig den Trittschall. Die Wirkung der eingebauten Trittschalldämmung wird so noch deutlich verbessert (bei einigen Mattensystemen sogar um mehrere Dezibel!) Eine wichtige Zusatzfunktion ist, dass Entkopplungsmatten-Systeme den Fliesenspiegel auch von unten her abdichten. Einzelne Mattensystem verfügen dabei sogar über eine völlig dampfdichte Einlage. Damit kann man auch problemlos auf sehr schwierigen und nicht feuchtigkeitsgeschützten Untergründen wie Trocken-Estrich oder Holzböden verlegen. Durch den Einsatz von Entkopplungsmatten kann man unter Umständen die "Belegreife" des Estrichs etwas früher ansetzen, und schon früher mit dem Fliesen legen beginnen. Das sollte man allerdings immer nur in Absprache und nach Zusicherung des Estrichlegers tun.


4. Wichtig beim Einsatz von Entkopplungsmatten

Gerade bei sehr schwierigen Untergründen, wie alten Holzböden, muss man trotz Einsatz von Entkopplungsmatten das Schwingverhalten und die Festigkeit sowie die Stabilität des Untergrunds immer sehr kritisch prüfen. Vertikale Verformungen des Untergrunds sollten möglichst gering ausfallen. Im Zweifelsfall muss man mit geeigneten Methoden überprüfen, ob diese Verformungen bereits ein solches Ausmaß annehmen können, dass die Matte sie nicht mehr ausgleichen kann. Die Anwendung der Matten sollte in jedem Fall vollflächig - oder so vollflächig wie möglich - erfolgen. Wenn man dabei an Wände und andere angrenzende Bauteile stößt, sind zwingend Randdämmstreifen einzubauen (Schallschutz!) Wenn es im Untergrund Feldbegrenzungen gibt (zum Beispiel Estrichfugen), muss man diese Feldbegrenzungen beim Verlegen der Matten unbedingt berücksichtigen und bei der Mattenverlegung übernehmen. Das verwendete Entkopplungssystem muss immer auf die entsprechende spätere Nutzung abgestimmt sein. Dreischichtige Mattensysteme mit einer Gitter- einer Noppen- und einer Vliesschicht sind für viele Bereiche eine gute Wahl - im Einzelfall kann der Fliesenleger aber auch einem anders aufgebautem System den Vorzug geben.

5. Tipp


Eine sehr leistungsfähige Neuentwicklung ist das sogenannte "Flexbone-System" von Gutjahr. Es bietet im Bereich der Haftzugfestigkeit und der Verformbarkeit deutlich bessere Werte als vergleichbare Matten (dynamische Lasten werden um 75 % besser aufgenommen, die Verformbarkeit ist fast dreifach so hoch).


Eine Variante des Systems erlaubt sogar schwimmende Verlegungen, zudem gibt es eine spezielle Abdichtvariante für Nassbereiche.


Ihr fliesen.at Team

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