September 30, 2015

Please reload

Neue Beiträge

Fliesen - Großformate auf dem Vormarsch

January 16, 2017

1/10
Please reload

Aktuelle Beiträge

Fliesen: Qualitätsmerkmale und Qualitätsklassen zur Orientierung

June 4, 2015

Woran erkennt man eigentlich "gute" Fliesen? Was zeigt Qualität, und wie hängen Qualität und Preis bei Fliesen eigentlich zusammen? Sind günstige Fliesen immer schlecht, und teure Fliesen immer gut? Worauf kommt es überhaupt an?

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

1. Qualität und Preis hängen nicht immer zusammen

2. Die grundlegenden Qualitätskriterien

3. Abriebfestigkeit

4. Fliesenstärke

5. Trittsicherheit und Rutschfestigkeit

6. Tipp: Welche Fliesenqualität macht Sinn?

 

 

 

Wer sich auf die Suche nach Fliesen für Wand und Boden macht, wünscht sich oft eine klare Antwort auf alle diese Fragen. In diesem Beitrag wollen wir Ihnen eine Antwort auf all diese Fragen und einige Orientierungshilfen in Bezug auf die Fliesenqualität geben. 

 

 

1. Qualität und Preis hängen nicht immer zusammen

 

Teure Fliesen sind nicht automatisch besser. Auch bei Fliesen gibt es, wie in allen Bereichen, Markenhersteller und (für Laien meist weniger) bekannte Marken in der Branche. Diese Hersteller verkaufen ihre Fliesen in vielen Fällen teurer als ein unbekannter Hersteller, der sich auf dem Markt etablieren möchte, und eine vergleichbare oder oft sogar höherwertige Qualität bietet. 

 

Eine sehr oft (aber auch nicht immer) geltende Richtlinie ist, dass besonders extravagante, ausgefallene oder innovative Designs in der Regel mehr kosten, als Designs die sich bereits etabliert haben.

 

Wer also das Besondere und das wirklich Extravagante sucht, wird in der Regel meist etwas mehr Geld für seine Fliesen veranschlagen müssen. 

 

 

2. Die grundlegenden Qualitätskriterien

 

Bei Wand- und Bodenfliesen kann man einmal von einer Reihe von grundlegenden Kriterien ausgehen, die die Qualität einer Fliese bestimmen. 

 

Steingut (also die bekannten, glasierten Fliesen) ist weniger hochwertig als das viel härtere Steinzeug. Beim Feinsteinzeug, der Königsklasse unter den Fliesen ist auch die Herstellung am aufwändigsten und deshalb auch die Preisklasse eine ganz andere. Feinsteinzeugfliesen haben eine besonders große Oberflächenhärte, die technisch gesehen der von Diamant entspricht. 

 

Außerdem ist das Wasseraufnahmevermögen von Feinsteinzeug am geringsten, weil es die am dichtesten gesinterte Oberfläche hat. Wegen der hohen Härte hat Feinsteinzeug auch die größte Widerstandskraft gegen Stöße und massive punktuelle Belastungen, wie etwa einen fallenden Kochtopf in der Küche. 

 

 

3. Abriebfestigkeit

 

Damit sind wir bei einem weiteren Qualitätskriterium: der Abriebklasse. Je höher die Abriebfestigkeit einer Fliese ist, desto höher ist die Widerstandsfähigkeit und auch die (theoretische) Lebensdauer der Fliese. Naturgemäß sind die Abriebklassen nur für Bodenfliesen von Interesse, da sie ständig begangen werden. Wandfliesen müssen in der Regel keinen Abrieb aushalten. 

 

Für glasierte Fliesen gelten dabei fünf Abriebklassen, die in einer Norm festgelegt sind, nämlich der DIN EN ISO 10545-7. Die niedrigste Abriebklasse, Klasse 1, taugt bei Bodenfliesen nur für wenig begangene Räume, die nicht von draußen begangen werden (mit Straßenschuhen). Im Wohnbereich sollten Fliesen der Klasse 2 für wenig begangene und mindestens Klasse 3 für viel begangene Räume eingesetzt werden. Die Klassen 4 und 5 sind dann schon widerstandfähig genug für gewerblichen Einsatz. 

 

  • Abriebklasse Nr.1: sehr geringe Beanspruchung (z.B Schlafzimmer)

  • Abriebklasse Nr.2: geringe Beanspruchung (z.B. Wohnzimmer)

  • Abriebklasse Nr.3: mittlere Beanspruchung

  • Abriebklasse Nr.4: hohe Beanspruchung (z.B. in Geschäften)

  • Abriebklasse Nr.5: sehr hohe Beanspruchung (sind für gewerblichen Einsatz geeignet)

 

 

4. Fliesenstärke

 

Auch die Stärke einer Fliese kann als ein Qualitätsmerkmal angesehen werden. Je dicker eine Fliese ist, desto belastbarer ist sie auch. Standardmaß (für Bodenfliesen) sind 8 mm Stärke, die höherwertigen verstärkten Modelle haben Stärken von 10 oder 12 mm, in Ausnahmefällen auch von 20 mm. Höhere Stärken bedeuten in aller Regel dann auch einen höheren Preis

 

 

5. Trittsicherheit und Rutschfestigkeit

 

Trittsicherheit und Rutschfestigkeit werden ebenfalls in normierten Klassen gemessen.

 

a. Trittsicherheit bei Fliesen

 

Bei der Trittsicherheit gelten Klassen von R9 (geringer Haftriebwert) bis R13 (sehr großer Haftriebwert)Trittsicherheit ist ein besonders wichtiges Kriterium, wo es um geneigte Flächen geht. Für ebene