Fliesen im Außenbereich

Keine Frage: eine mit hochwertigem Feinsteinzeug geflieste Terrasse wirkt auf jeden Fall sehr edel und hochwertig. Eine Zeitlang hieß es allerorts: Fliesen auf der Terrasse sind das Um und Auf - etwas Besseres gibt es gar nicht. Die Verlegung von Fliesen im Außenbereich gehört aber mit zu den schwierigsten Aufgaben für Handwerker überhaupt. Damit ist schon einmal klar, dass man sich selbst auf keinen Fall daran wagen sollte, die Terrasse zu fliesen. Fliesen sind teuer - und Fliesenschäden durch Verlegefehler ein großes Ärgernis. Eine saubere Ausführung ohne Fehler und spätere Schäden braucht aber unbedingt einen versierten und erfahrenen Handwerker.


Beim Verfliesen zu beachten: Gefälle Wenn tatsächlich Fliesen auf die Terrasse sollen, muss man zunächst den Untergrund sehr sorgfältig prüfen. Er muss stabil und fest sein, und vor allem ein ausreichendes Gefälle aufweisen. Das Gefälle verhindert, dass Wasser auf den Fliesen oder auf dem Untergrund stehen bleiben kann und in das Fliesengefüge eindringen kann. Beim Gefälle sollten mindestens 2 % Neigung vorhanden sein. Das bedeutet einen Höhenunterschied von mindestens 2 cm auf einen Meter Länge. Je nach Bauweise und Größe der Terrasse kann es in Einzelfällen auch nötig werden, noch weitere wasserableitende Maßnahmen zu treffen. Das Gefälle muss an allen Punkten gleichmäßig sein. Umgekehrt sollte wiederum das Gefälle auch nicht zu groß gewählt werden, um die Rutschgefahr auf der Terrasse nicht unnötig zu erhöhen. Bei eben angelegten Betonterrassen ist es üblich, einen Gefälle-Estrich einzubauen. Wenn man sich das zutraut, kann man das durchaus auch als Heimwerker tun. Um eine ausreichende Estrichqualität auch wirklich sicher zu stellen, sollte man aber besser einen Fachmann die Arbeit durchführen lassen. Untergrundabdichtung Der Untergrund, auf dem die Fliesen verlegt werden sollen, muss unbedingt perfekt abgedichtet werden. Die Qualität der Abdichtung entscheidet über die Haltbarkeit des Belags. Schon kleinste Fehler oder Unachtsamkeiten können sehr schnell zu massiven Schäden am gesamten Fliesenspiegel führen. Welche Materialien für die Abdichtung des Untergrunds zum Einsatz kommen, entscheidet sich dabei vor Ort je nach Art und Bauweise der Terrasse. In der Regel kann der verlegende Fliesenfachbetrieb die Abdichtung ebenfalls vornehmen - und die dafür am besten geeigneten Materialien auswählen. Problem Feinsteinzeug Feinsteinzeugfliesen gelten als die Fliesen für den Außenbereich. Das liegt an ihrer dicht gesinterten Oberfläche, die praktisch kein Wasser eindringen lässt. Feinsteinzeug hat in der Regel ein Wasseraufnahmevermögen von weniger als 0,5 %, besonders hochwertige Fliesen und Platten schaffen aber sogar bis zu 0,03%. Dadurch ist die Fliese "frostsicher" - es kann kein Wasser eindringen, im Winter gefrieren und die Fliese dann sprengen (bei Innenbereich-Fliesen auf der Terrasse würde das unweigerlich passieren und schon nach dem ersten Winter wären wahrscheinlich die meisten Fliesen kaputt). Genau diese Eigenschaft von Feinsteinzeug, nämlich die sehr dichte Oberfläche, macht aber gleichzeitig auch wieder Probleme. Durch die dicht geschlossene Oberfläche kann die Fliese nicht richtig Kleber aufnehmen, und verbindet sich deshalb nicht richtig mit dem Untergrund. Dadurch können die Fliesen lose werden, und wenn dann durch die Fugen Wasser eindringt, drohen schnell auch massivere Schäden:

  • lose Fliesen (dadurch dringt noch weiteres Wasser ein)

  • gerissene Fugen (die aufwändig repaiert werden müssen)

  • Wasser kann in den Beton einsickern, die Bewehrung rosten lassen und das Betonbett so langsam zerstören

Besondere Verlegeverfahren Eine Möglichkeit ist eine besondere Verlegung im sogenannten Buttering-Floating-Verfahren, eine andere die Verlegung auf Drainagematten. Auch die Verlegung auf Stelzlagern kann in manchen Fällen eine Möglichkeit sein. Schäden sind bei keiner dieser Verlegearten hundertprozentig ausschließbar, aber zumindest sehr selten. Was im jeweiligen Einzelfall die sinnvollste Möglichkeit ist, kann am besten der Fliesenleger vor Ort beurteilen. Die Gefahr von eindringender Feuchtigkeit durch Schwitzwasserbildung können Sie aber mit allen Methoden nie ganz ausschließen, das ist eine natürliche Folge der Temperaturschwankungen, denen die Terrasse ausgesetzt ist. Von Fliesen mit besandeten Oberflächen und Digitaldrucken an der Oberfläche (Imitatfliesen für Holz- und Stein) sollten Sie aber in jedem Fall Abstand nehmen, wenn es um die Terrasse geht - hier sind sonst Schäden sehr wahrscheinlich. Tipp: Erwägen Sie für die Terrasse auch Alternativen - etwa die lose Verlegung von Natursteinplatten oder Betonwerkstoffen auf einem Splittbett - Ihr Fliesenleger kann Sie dazu ebenfalls ausführlich beraten.


Ihr fliesen.at Team

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